Mir ist bewusst, dass mein jetziger Artikel einige negative Kommentare beinhalten wird, aber ich würde mich selbst sehr ärgern, wenn ich es nicht täte. Man muss sich auch nicht alles
durchlesen, evtl wäre die "Rede" sinnvoll
Am vorgestrigen Tag bin ich beim surfen zu einem Artikel gelangen, der über die Gegner der Islamisierung ( Wenn man das so sagen darf) positiv berichtet. Es handelt sich hierbei um den Bau von
Moscheen. Beziehungsweise um den Bau von 2 Großmoscheen, die der Verein Pro Köln verhindern möchte und dafür demonstriert. Aus dem Artikel von Pro Köln ist ersichtlich, dass diese
gegen den Bau von den Moscheen sind. Also gegen beide (nur kurz zur Erläuterung für den späteren Verlauf).
Als ich nun den Beitrag von der Demonstration gelesen habe, habe ich ein richtig unwohles Gefühl gehabt. Ich musste auch den halben Tag immer wieder daran denken. Wie können Menschen die Ausübung
eines Glaubens verhindern? Wieso wollen die das und was wollen sie damit bezwecken? Es gingen mir ein paar Fragen durch den Kopf und gestern habe ich mir auch ein tieferes Bild zu dem Sachverhalt
gemacht. Ich habe die Argumente gegen eine Islamisierung durchgelesen und auch die Reden von Herrn Henry Nitzsche ein Mitglied des Bundestages. Diese sind auf Youtube nachzugucken. Ich rate davon
ab, wenn man noch ein wenig an das deutsche Poliksystem glauben möchte..
Ich ging gestern so durch die Stadt und musste weiterhin an diesen Artikel, die Reden, die Menschen und die Glaubensrichtungen denken. Wobei ich mir, wenn auch unbewusst, zunächst vorgestellt habe
was ich machen würde, wenn ich dann dort wäre.
Kurz zur Erläuterung des Schauplatzes. Auf der einen Seite sind die Menschen die demonstrieren. Sie hissen deutsche und israelische Fahnen, sie heben das Kreuz und den Davidstern hoch. Es ist
sogar ein farbiger dabei, was für den (angeblichen) nicht-rassistischen Aspekt der Demonstration sprichen soll. Diese Menschen sollen Christen, Juden und Atheisten sein, die für Ihre Rechte
demonstrieren.
Auf der anderen Seite sind (wahrhaftig nicht viele) Ausländer und wahrscheinlich ist der meiste Teil davon auch Muslimen (dagegen wird ja auch demonstriert). Sie halten standhaft ihre Flagge fest
von Mohammed oder so etwas in der Art.
In der Mitte ist die Polizei. Sie bilden einen Halbkreis um die Demonstranten und gucken in Richtung der Moslems. Also sieht es so aus, als wollten diese beschützen und nicht einfach bei beiden
Seiten für Ordnung sorgen.
Soweit zum Schauplatz.
Also dachte ich beim schlendern durch die Stadt:
Ich würde mir das Mikrofon nehmen und dabei schon gleich an die fliegenden Bierflaschen denken, die ich während der Rede an den Kopf bekommen würde.
Im Gedanken war ich dann doch schon mitten drin:
"Mich erschüttert es, wenn ich sehe wie viele gegen den Moscheebau sind. Vor allem frage ich mich, warum sie dagegen sind. Liegt es an der Angst einer Islamisierung Deutschlands? Dann lege ich
ihnen doch gerne die Religionsfreiheit nahe. Denn jeder Mensch hat das Recht seine Religion zu wählen und wenn man für sich persönlich den Islam für seinen Glauben erklärt, dann sollten es die
anderen akzeptieren. Die Menschen die dort stehen, festgeklammert an der Fahne Mohammeds, wobei man auch sagen kann, dass diese sich an den Glauben festhalten. Genau die Menschen haben sich für den
Islam entschieden. Warum, sollte man diese Leute an der Ausübung ihres Glaubens hindern? Jeder Mensch hat ein Recht auf die Religionsfreiheit. Wir Christen würden uns doch auch über einen
Kirchenbau in der Türkei freuen, oder?
Nun möchte ich an meine Worte an die Menschen richten, die das Kreuz heben und an die, die Christen sind. Es gibt einige Punkte im neuen Testament die besondere Bedeutung in unserem Glauben
genießen. Eines davon ist die Nächstenliebe, die uns Jesus gelehrt hat. Er sagte dazu, dass es das wichtigste Gebot sei. Also sollten wir Christen uns auch daran halten. Das tut ihr aber nicht.
Eure Nächstenliebe reicht von Christ zu Christ oder vielleicht noch von Christ zu Jude. Warum nicht bis zu den Moslems? Meint ihr etwa, dass Liebe Glaubensgrenzen kennt, dass Liebe überhaupt
Grenzen kennt? Denkt dran, dass Gott die Liebe ist.
Nun ein paar Worte an die Atheisten unter euch.
Was kümmert es euch, wenn Islamisten hier eine Moschee bauen? Ich verstehe eure Angst nicht. Denkt doch an das Grundrecht im Grundgesetz, was jeden einzelnen Bürger das Recht zur Glaubensfreiheit
gibt. Warum sollte man den Islamisten die Ausführung ihres Glaubens verhindern? Ich selber wohne in einer Stadt wo es eine Moschee gibt. Diese ist mir nicht einmal negativ aufgefallen. Auch in der
Zeitung war von negativen Artikeln über diese Moschee nichts zu lesen."
Während ich weiter durch die Stadt schlendere und mir die Rede durch den Kopf gehen lasse, sehe ich vor mir einen kleinen Jungen. Er sieht nicht gerade aus wie ein deutscher, da er doch recht
angebräunt ist. Er geht ein wenig sehr wackelig noch, aber immerhin ist er nicht gefallen und guckt mich dann gerade so richtig niedlich an. Da dachte ich mir nur so, dass die Demonstranten mal den
kleinen süßen Bengel erzählen sollen, dass sie es nicht gut finden, wie er seinen Weg zu Gott findet.
Die Mutter nimmt dann auch gleich das Kind an die Hand um weiter zugehen. Das lag auch wahrscheinlich daran, dass ich während ich geträumt habe das Kind anstarrte. Gut, dass war jetzt eine
leicht peinliche Situation, aber weiter im Text.
"Nun zu den Juden. Mir ist klar, dass ihr Probleme mit dem Islam in Israel habt. Habt ihr aber auch Probleme mit dem Islam in Deutschland? Was spricht aus eurer Sicht gegen den Bau einer
Moschee in diesem Land? Ist euch schonmal in den Sinn gekommenm, dass die Gegner des Moscheebaues vielleicht auch gegen den Bau von Synagogen sind? Gerade ihr solltet
doch wissen, dass man als eine Kultur aus einem andere Land dankbar sein sollte, wenn hier ein Haus Gottes gebaut wird.
Jetzt zu der Rede des Bundestagsabgeordneten. Ich verstehe den Zusammenhang zwischen dem Bau einer Moschee und der DDR, sowie der von Ihnen genannte Krieg nicht. Sie führen kein einziges Argument
an, was gegen den Bau einer Moschee spricht. Sie stellen sich einfach als Redner und Repräsentant dieses Vereines hin und halten eine populistische, sinnentleerte und dazu noch für
jeden deutschen beschämende Rede. Denn was ist der Inhalt Ihrer Aussage? Fangen Sie bitte erst gar nicht an zu suchen, denn das würden Sie vergeblich tun! Ihre Aussage, dass Sie und die
anderen Demonstranten solche Plakate wie die Muslimen nicht wollen ist schon beleidigend Sie sagten auch an einer Stelle, dass der Feuer am Brandort gelöscht werden muss. Der Bau der Moschee
wäre der Brand und der Islam das Feuer. Zumindest fasse ich Ihre Aussage so auf, Sie können mich dieserseits gerne verbessern. Doch finde ich, dass sich Ihre Rede etwas rassistisch anhört ..
Jetzt nochmal zu den ganzen Demonstranten. Ihr seid das Volk, damit habt ihr Recht. Ihr seid das Volk, dass kaltherzig alles andere verstoßen möchte. Ihr seid das Volk, welches dass das Wort
Toleranz nicht kennt. Ihr seid das Volk, wo Nächstenliebe nur unter sich herrscht. Ihr seid das Volk, was in keinen anderen Land leben möchte, denn mit eurer Einstellung könntet ihr das nicht.
Ihr seid das Volk, welches diesen gläubigen Menschen Steine in den Weg zu Ihrem (Evtl. auch unseren .. da streiten sich die Theologen) Gott stellen.
Ja, ihr seid DAS Volk..
Und wenn ich mich nun entscheiden müsste, ob ich auf die Seite der Christen und Juden, oder der Muslimen gehen sollte. Dann würde ich als Christ zu den Muslimen gehen. Denn sie stehen für das
ein, an was sie glauben. Ihr steht nur gegen etwas ein, womit ihr nicht in Kontakt kommen wollt."
Spätestens jetzt hätte ich durch ein geworfenen Gegenstand eine Platzwunde am Kopf haben und würde mit dem Krankenwagen als Passagier mitfahren.